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Rumänien – Aufruf für Platzangebote durch andere Organisationen!

Aufruf für Platzangebote durch andere Organisationen sowie Spenden!

Bitte lesen Sie den Reisebericht von Sabine Seitz.
November 2016

 

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Rumänien! Ein Land mit dem wir uns bis dato wenig beschäftigten. Nicht weil wir nicht wollten; rein die Tatsache, dass wir ohnehin bis über die Hutschnur ausgelastet sind hielt uns bisher hier fern.

Die Reise startete von unserem Schutzhof in Gefrees und verlief 18 Stunden lang bis nach Ploiesti in Rumänien. Mit von der Partie war mein Begleiter Tino.

Je näher wir der Großstadt kamen, desto mehr fielen uns die Straßenhunde auf. Vom idyllischen Schäfer, dem sich ein ganzes Hunderudel angeschlossen hat, bis hin zu verletzten oder von Parasiten befallenen Tieren. Vom Straßenhund, der freudig „seine“ Kinder zur Schule begleitete und anscheinend gut mit Futter versorgt wird, bis hin zu ausgemergelten Tieren, die sich von Rudeln ausgestoßen alleine durchs Leben schlugen.

In Ploiesti angekommen, besuchten wir das städtische Tierheim, welches nun seit Jahren bereits vom deutschen Verein Pro Dog Romania e.V. erfolgreich unterstützt wird.

Die uns überwältigenden Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen.

Es gibt dort in der Zwischenzeit Menschen, die sich um die Hunde kümmern, sich tagtäglich mit dem Leid der Tiere auseinandersetzen. Struktur und Fortschritt sind erkennbar.

Es gibt Tierärzte und eine Krankenstation. (Welche aber viel, viel zu klein ist für die Anzahl an Hunden, die dort eigentlich untergebracht werden müssten. ) Alle eingehenden Tiere werden geimpft und kastriert.

Ganz sicher sind diese Faktoren eine positive Entwicklung.

Aber die Tiere müssen nun für immer in Zwingern auf engstem Raum mit vielen anderen Hunden ihr Leben zu fristen. Die Hütten reichen nicht für alle Tiere und die hygienischen Zustände sind in den Zwingern katastrophal. Die Hunde sind weit von einem lebenswerten Leben entfernt.

 

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Tatsache ist nämlich auch, das wir hier über ca. 2000 Hunde reden, die meist in grenzwertig kompatiblen Gruppen auf engem Raum untergebracht sind. Und der Umgang mit den vielen bereits traumatisierten Hunden……….nicht selten kontraproduktiv. Täglich kommen neue eingefangene Hunde hinzu.

Es ist ein harter täglicher Kampf ums Überleben…….

Eines wurde uns sofort klar:
Es müssen Hunde ausreisen – viele Hunde! Um der gigantischen Flut überhaupt ansatzweise Herr werden zu können.

Nur die Symbiose zwischen dem Einsatz vor Ort und der gleichermaßen wichtigen Ausreise von Hunden, wird hier vielleicht in Jahren Früchte tragen.
Wir machten unseren Gang durch das Tierheim und trafen auf sämtliche psychischen und physischen Verfassungen in denen sich die Hunde befinden.

Von krank, schwach, ängstlich, frustriert, unsichtbar, mäßig erfreut über Menschenbesuch bis hin zu sehr freundlichen, sogar fröhlichen Hunden in allen Größen, Farben und Formen.

Einige Hunde leben frei auf dem Tierheimgelände, haben sich zu Rudeln organisiert und sich das Tierheimgelände territorial aufgeteilt. Unter Ihnen sahen wir auch glückliche Tiere, die spielend durch die Gänge tobten oder uns interessiert begutachteten. Solche Szenen lenkten etwas ab, von der immer leicht aggressiven Grundstimmung die im Tierheim Ploiesti herrschte.

30 Hunde sollten mit uns reisen, 20 davon wollten wir vor Ort aussuchen…….welch eine dumme Idee.
Bereits nach den ersten 10 Zwingern hätten wir 50 Hunde gefunden, bei denen wir der Meinung waren, dass eine Ausreise dringend notwendig wäre.

Es reihte sich Zwinger an Zwinger und an jeder Ecke um die wir bogen hofften wir, es sei die Letzte –war sie aber nicht. Gang um Gang versuchten wir uns systematisch durch das Tierheim zu arbeiten, nichts zu vergessen und alle Hunde zu sehen.

Und dann kamen wir zu den Welpen.

So viele Welpen auf einem Haufen, habe ich in meinem Leben noch nie gesehen………..und ich bin nun doch schon etwas herumgekommen.

Mein erster Gedanke war, wie viele davon werden wohl den Winter überleben und was wird sein, wenn Sie überleben und größer werden?

Die Anzahl zu schätzen war schwierig. 200? 250? Mütter mit Welpen und für die Ausreise zu junge Tiere sind hier noch gar nicht mitgezählt.

Noch sind die meisten von ihnen gesund, fröhlich und Welpen-typisch verspielt……., aber was ist in ein paar Monaten!?

Wir merkten sehr schnell, dass uns die Zeit davon lief, um Entscheidungen für die Heimreise und die damit verbundene Logistik zu treffen.

Somit blieb nicht mehr viel Zeit um Nachzudenken und uns emotionalen Ausschweifungen hinzugeben.

Mitgefahren sind dieses mal nicht 30 Hunde – 49 erwachsene Hunde durften an diesem Freitag die lange Reise nach Deutschland antreten.

 

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Eeeeendlich geschafft! Hunde geladen, Papiere fertig!
Eeeeendlich geschafft! Hunde geladen, Papiere fertig!

 

 Wie bereits erwähnt, war die Fahrzeit lang und genau der richtige Zeitpunkt, um Pläne für die weitere Unterstützung der Hunde in Ploiesti zu schmieden.

Ich verließ dieses Tierheim mit dem Drang, irgendetwas tun zu müssen. Aber wo greift man an, was ist sinnvoll, was hilft vor Ort und was können wir überhaupt leisten??? Viele Fragen mit wenig realistischen Antworten beschäftigten uns auf dem gesamten Heimweg.

Die Sorge um die Welpen und deren trostlose Zukunft lässt uns nicht mehr los und nach Abwägung von allem Für und Wider sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es momentan das Sinnvollste wäre, schnell und entschlossen so viel wie möglich von den Welpen in deutsche Tierschutzorganisationen zu holen.
Ein kleiner Part aus der Sicht vor Ort, eine große Aufgabe für uns………., aber es wäre zu schaffen.

200 Welpen sind eine Menge, aber in Gemeinschaftsarbeit zu bewältigen! Wenig Last auf viele Schultern zu verteilen, wäre das Ziel. Und auch die älteren Hunde die dort leiden wollen wir nicht vergessen.

So bald wie möglich, noch über die Feiertage an diesem Jahresende wünschen wir uns, erneut nach Ploiesti zu fahren, um in einer Großaktion allen ausreisefähigen Welpen im Alter von 4 bis 6 Monaten das Überleben zu sichern.

Wir bitten hiermit alle berechtigten ORGANISATIONEN um Platzangebote für Welpen, sowie Spender zur Unterstützung dieser Aktion – „Leben und leben lassen“.

(Endvermittlungen sind im Zuge dieser Aktion leider nicht möglich, aber wir sind gerne bereit, mitzuteilen wohin alle Welpen verteilt wurden und zur Adoption bereit stehen.)

 

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Norbert Pfeiff
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Sabine Seitz
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Iris Lücke

 

 

Video – bitte hier klicken!

Ansprechpartner für Platzangebote:

Norbert Pfeiff

n.pfeiff@casa-animale.de
Tel.: 0421 – 68 28 02
Mobil: 0176-66680984

Ansprechpartnerin für Transport – Organisation:

Sabine Seitz

s.seitz@casa-animale.de,
Tel. 0177 – 1748504

 

Ansprechpartnerin für Spenden:

Iris Lücke

i.luecke@casa-animale.de,
Tel. 0163 – 3 76 94 98

 

Wir möchten hier einen Spendenaufruf starten, damit wir das Projekt – „Leben und leben lassen“ –  umsetzten können!

Stichwort:  „Leben und leben lassen“

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